Prediger Jens Winkler in der Kirche Guttau/Malschwitz

Bibel - Gottes Wort - Errettung - Gottes Sohn -Jesus Christus -Leben - Glauben

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7.So. n.Trinitatis

Filed under:Allgemein, Predigten — Jens am 18.07.2010 gg. 06:34

Predigtgottesdienst in Quatitz/Guttau
7.So. n.Trinitatis
Apg 2, 41-47

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, was eine Gemeinde in ihren Sinn ausmacht?
Da stellen sich Fragen wie:
Was gefällt mir an unserer Gemeinde ?
Wann und vor allen warum fühle ich mich in ihr hingezogen?
Was bringt mich eigentlich dazu, da hinzugehen und dabei zu bleiben?
Wann finde ich Gefallen an einer Gemeinde oder wann findet eine Gemeinde mein Wohlwollen?
Wer Dienst für die Gemeinde tut oder sich durch die Arbeit im Kirchenvorstand mitverantwortlich fühlt, der fragt vielleicht anders herum:
Was könnten wir tun, damit Menschen aus unser dörflichen Umgebung sich von der Botschaft Gottes angesprochen fühlen?
In unserer heutigen Zeit denkt man an große Aktionen wie eine Großevangelisation und an eine entsprechende Werbung für diese Tage.

Aber diese Art der Verkündigung hat nur Sinn, wenn das eigentliche Ziel klar ist,,
wofür ich andere Menschen gewinnen will oder anders gesagt,
was ich mit ihnen im Leben teilen möchte.
Der für heute vorgesehene Predigttext nennt so einige Punkte, die eine Gemeinde Gottes im tieferen Sinn von der Bibel her ausmacht .
Darüber stellt uns Lukas in unseren Predigttext einige Punkt dar.

Der christliche Glaube an Gott und die damit verbundene Nachfolge knüpft als erstes an die eigene Taufe und das damit einhergehende Bekenntnis an.
Der persönliche und bekennende Glaube an Gott und Jesus Christus ist der Schritt,
durch den die Taufe im Glauben bedeutungsvoll wird.
Dieser lebendige Glaube an Gott wird dann im Leben der Gemeinde miteinander praktisch gelebt.
Vier Dinge zeigen, wie in der christlichen Gemeinde der persönliche Glaube Gestalt gewinnt und darin für andere Menschen um uns herum sichtbar wird:

1.
Die ersten Christen “ließen sich regelmäßig von den Aposteln unterrichten”
Es sind die Pfarrer und die anderen Mitarbeiter,
die geschult uns das Wort Gottes,
sei es in der Predigt oder in anderen Weise die Wort der Bibel verkündigen.
Christliche Gemeinde ist der Ort, an dem wir miteinander lernen,
z.B. im gemeinsamen Nachdenken über biblische Texte.
Wir lernen von und aus der Bibel, Gottes inspiriertes Wort.
Dort wird uns von Gott und von Jesus berichtet.
Dazu gehört, dass wir in den Gottesdienst am Sonntag gehen und uns in der Predigt das Wort Gottes in unsere heutige Zeit verdolmetschen lassen,
d.h. sich davon für sein Leben leiten zu lassen.
Es ist wichtig, dass wir persönlich für uns zu Hause in der Bibel, bzw. die Kinder in der Kinderbibel lesen.
Es ist Wichtig jeden Tag unter ein Wort der Bibel zustellen z.B. wie in den Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine.
Richtig lebendig wird es dann,
wenn wir uns treffen und über das Gelesene sprechen und unsere Erfahrungen miteinander teilen
und im Alltag dies erleben..
Zum Beispiel auf einer christlichen Freizeit im Urlaub.
Wir brauchen Gott, der unserem Leben Ziel,
Maß und Richtung gibt,
der uns lieb hat und uns allen einen unendlichen Wert schenkt und zuspricht.
Nun können sich viele hier wahrscheinlich nicht so recht vorstellen,
wie das auf einer Freizeit so ist und zugeht.
Ihnen fehlt die Erfahrung einer solchen längeren Zeit in der Gruppe.
Aber auch schon unsere Gemeindekreise können etwas davon vermitteln, was das heißt:
Mitmenschen zu haben, die für mich da sind und für die ich da sein kann,
Mitchristen, die im gleichen Glauben stehen oder auch die gleichen Zweifel und Schwierigkeiten mit manchen Dingen des Glaubens haben.
Wir lernen durch das Vorbild anderer Christen,
die uns durch ihr Lebenszeugnis zeigen,
wie christlicher Glaube aussieht.
Neben Menschen die hier in Deutschland ihren Glauben leben, sind das auch Menschen in der Mission und anderen Ländern.

Zwei Dinge, die uns helfen im Glauben an den lebendigen Gott weiterzukommen sind unsere verschiedenen Kreise.
Für jung und alt gibt es hier Gruppen, die sich Treffen über die Bibel und den Glauben, über Gott und die Welt reden.
Da ist die Junge Gemeinde, der Altenkreis oder einen Bibelstunde, die einen im Glauben weiterhelfen.
Das hilft uns dann auch unseren christlichen Glauben besser zu verstehen.

2
Die ersten Christen “lebten in brüderlicher Gemeinschaft”
Christliche Gemeinde ist der Ort, an dem Christen sich treffen, Gottesdienst feiern und zu Gott beten.
Wer sagt, ich brauche die Mitgliedschaft der Gemeinde und den sonntäglichen Gottesdienstbesuch nicht,
der gleicht dem Mann, der sagt,
ich brauche die Fußballmannschaft nicht,
ich kann alleine Fußball spielen.
Gerade in der Zeit nach der Weltmeisterschaft ist vielen klar, dass das eben als Alleinspieler im Fußball und im Glauben ebenfalls nicht geht.
Christlicher Glaube ist wie eine Mannschaftssportart.
Nur in der Gemeinschaft kann man bestehen..
Wir treffen uns im Gottesdienst, damit Gott uns für unser Leben Gutes tun und wir miteinander Gott loben können.
Das ist ein guter Start in den Sonntag, ihn gemeinsam mit anderen Christen zu beginnen.
Der Gottesdienst ist die Kraftquelle für den Alltag,
ich kann durch ihn mein Leben durch das Wort auf Gott ausrichten und neue Kraft im Glauben tanken .
Der Sonntag als freier Tag dazu ist das große Geschenk Gottes an uns.
In der Gemeinde gibt es weitere Veranstaltungen damit deutlich wird, dass Gott auch unseren Alltag bestimmen möchte.
Gemeinschaft bedeutet auch miteinander zu reden und sich auszutauschen.
Ohne Kommunikation miteinander gehen Menschen ohne Gemeinschaft zu Grunde.
Vielleicht kennen sie das Experiment, was unter Friedrich II durchführt worden sein soll.
Es ging um die Erforschung der Ursprache des Menschen.
Einige elternlose Säuglinge wurden in einem Haus zusammengebracht, wo für sie jegliche Art von körperlicher Pflege anordnet wurde.
Allerdings verbot man den Pflegern, mit den Kindern zu reden.
So sollte sich herausstellen, welche Sprache sie von sich aus spontan sprechen würden.
Man erwartete, dass es entweder hebräisch, griechisch oder eine andere Sprache sein würde.
Das waren die damals als Urmöglichkeiten betrachteten Sprachen.
Aber es war weder eine dieser Sprachen noch war es die Mundart der Eltern.
Statt zu sprechen waren die Kinder nach kurzer Zeit tot. Ihnen fehlte die Liebe, Nähe und Gemeinschaft der Mutter.
Die Wärme der anderen Menschen.
Aufeinander zugehen, sich wahrnehmen
So wichtig ist Gemeinschaft.
Achtet aufeinander und schaut in unseren gemeinsamen Tun , dass jeder die Nöte des anderen in seiner Gemeinde wahrnimmt.
Da können wir es einüben, was wir im Text unter geschwisterlicher Gemeinschaft lesen.

3.
Die ersten Christen “feierten das Abendmahl”

Bei aller Schwierigkeiten mancher Christen,
die Abendmahlsfeiern in den Gottesdienstes zu besuchen,
wir kommen am Tisch des Herrn wirklich und wahrhaftig mit Jesus Christus, den Sohn Gottes in Kontakt,
Er ist und bleibt der Gastgeber des Abendmahls der Gemeinde,
er ruft uns, er beschenkt uns mit seiner Nähe und der Vergebung unserer Schuld.
Er hat einen Auftrag für uns, wenn wir von seinem Tisch kommen und Gemeinschaft hatten
er sendet uns unter die Menschen, dass wir ihnen zeigen und so leben, dass sie spüren:
Wir sind seine Leute
Das gilt weiter vom Abendmahl, das wir miteinander feiern.
Vier Dinge sind beim Abendmahl ganz besonders wichtig:

a.
die Gemeinschaft derer, die miteinander feiern;
hier wird der zuvor angesprochene Punkt ganz praktisch;
wir bilden einen Halbkreis vor den Altar und zeigen so, das wir als Gemeinde zusammen gehören und uns gemeinsam auf Gott ausrichten.

b.
Jesus,der auferstandene Sohn Gottes
kommt uns im Abendmahl nahe und wir erinnern uns an ihn;
das wir in den sichtbaren Zeichen Brot und Wein für unser Leben ganz greifbar ist

c.
Wir werden gewiss, dass Gott durch seinen Sohnes unschuldigen Tod am Kreuz auf Golgatha unsere Schuld und Sünde vergeben hat.
Hier wird uns die Vergebung für unsere Sünden zugesprochen.
Was wir bei Gott an Verfehlungen abgegeben haben, das ist wirklich weggenommen.
Durch ihn wurde uns die Tür zum ewigen Leben geöffnet.

d.
Es weckt in uns Hoffnung auf das große Festmahl, dass wir mit Jesus im Himmel feiern werden.
Hier haben wir die lebendige Hoffnung, das gibt uns Kraft für unseren Alltag und unseren Weg durch die Höhen und die Tiefen des Lebens.

4.
Die ersten Christen “beteten miteinander”
Christliche Gemeinde ist der Ort, an dem Christen zusammen beten, oder um es anders mit einen Lied zu sagen:
„Beten ist Reden mit Gott und Hören“
In unserer Gemeinde in Malschwitz gibt es eine kleine Gruppen von zwei oder drei Menschen,
die sich am Donnerstag treffen, um miteinander zu beten.
Hier können die Dinge, die für unser Leben und die Gemeinde wichtig sind, mit Gott besprochen werden.
Und es stellt sich in dieser Sache oft die Frage:
„Wann habe ich selbst allein mit Gott das letzte Mal geredet?“

So wie eine Freundschaft vom miteinander reden lebt, so lebt unser Glaube vom Gespräch mit Gott.
Beten ist vielseitig:
Wir können Gott danken, für das was er uns Gutes im Leben geschenkt hat.
Wir dürfen Gott bitten, für das was wir brauchen.
Wir sollen andere Menschen in den Blick nehmen,
weil wir ihnen wünschen, dass Gott ihnen Gutes schenkt.
Und nicht zuletzt dürfen wir Gott loben und preisen, weil er so groß und herrlich ist.

Die Folge von diesen vier Kennzeichen christlicher Gemeinde ist:
“Eine tiefe Ehrfurcht vor Gott erfüllte sie alle.”
Gott prägt dann das ganze Leben.
Durch diese Prägung haben die ersten Christen eine Menge mit Gott im Glauben erlebt.
Lass dein Leben von Gott prägen und du erfährst und erlebst eine getragenen Weg mit dem lebendigen Gott.
Wir brauchen Gott und die Gemeinschaft mit denen, die zu ihm gehören.
Wer die Freude erfahren hat, die in der christlichen Gemeinschaft liegt,
der kann gar nicht mehr von Gott, seiner Sache und seinen Leuten lassen!
Diese alle bitte ich heute,
auch dafür vor anderen Menschen zu zeugen.
Oft fehlt bei unseren Mitmenschen und manchen Mitchristen nur noch ein kleiner Anstoß, dass mitkommen und sich einladen lassen.

Wie schön, wenn das bei uns mehr und mehr wahr würde, was in den Versen der Apostelgeschichte am Ende steht:
“Der Herr aber fügte täglich zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden.”
Ich halte es nicht für übertrieben,
von Rettung zu sprechen,
wenn ein Mensch aus seiner Einsamkeit und Vereinzelung herauskommt und zu Gott und seiner Gemeinde finde

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