Prediger Jens Winkler in der Kirche Guttau/Malschwitz

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Die Versammlung Hebr. 10, 25

Filed under:Bibelarbeit — Jens am 14.11.2007 gg. 09:57

Bibelstunde in Feldschlößchen, Bautzen

Die Versammlung

Hebr, 10,25
„Und nicht verlassen unsere Versammlungen, wie einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen und das um so mehr, als ihr sehr, da sich der Tag naht. Luther

Das Thema ist in der Gemeinde ist sicherlich nicht ganz neu.

1.Ich kann mich noch gut als Jugendlicher im Sozialismus daran erinnern, dass das Thema Glaube an Gott oft keinen große Rolle zwischen uns gespielt hat, da viele wegen den Beruf und den Fortkommen in diesen Beruf Berührungsängste hatten.

2.Ich kann mich an eine Gemeinde bei Zwickau erinnern, wo nach der Wende die Geschwister in der Gemeinde an einen großen Glaubensausbruch geglaubt habe, da ja jetzt der Druck des Staats und dessen Ideologie nicht mehr vorhanden war.

3.Ich habe in meinen Berufsleben und in pers. Gesprächen mit Menschen eine Erfahrung gemacht, die ein Einzelchristentum lebten mit folgenden Grundmuster
a) Ich kann meine Glauben alleine leben
b) Ich will über meine Leben allein bestimmen, da ich mich selbstverwirklichen muss und ein Selbstbestimmungsrecht habe.

In vielen von den von mir genannten Fällen waren die Gedanken der erste Schritt vom Glauben weg, weg von der Gemeinde und weg von einer Kirche.

DER LEIB
Was ist die Gemeinde, die Versammlung, die Gemeinschaft?
Text

Die Antwort der meisten Christen ist bei der Frage nach der Versammlung/Gemeinschaft / Gemeinde ist, das dies die Kirche ist.
Damit haben wir das erste Problem, weil in der Bibel Gott nicht von der Kirche in unserer heutigen Definition spricht.
Die griechische Sprache als Urtext des Neuen Testamentes benutzt drei unterschiedliche Worte zur Umschreibung der Zusammenkunft von Gläubigen in der Gemeinde
1.Kyriake
Versammlung- -Leib Christi , Weltgemeinde
die wahre Gemeinde, keine Gemeinde an einen Ort, weltübergreifende Gemeinde
keine Institution wie es z.B. die kath. Kirche behauptet
und damit ihren Alleinanspruch begründet
nicht mit einer Kirche im Sinne einer Organisation gemein
Für Martin Luther war diese Wort ein blindes,unbedeutendes Wort, da nach seinen Vorstellung von Kirche, die Versammlung nicht gemein hat
1.Kor.11/19 Kyriakos – dem Herrn gehörig, des Herrn

Off 1,10 Kyriakos dem Herrn gehörig ( Sonntag)
Auftrag nach Johannes den Seher

2 Ekklesia
meist Gemeinde, Volksversammlung, Versammlung der ordnungsgemäß berufenen politische Gemeinde
Menschenansammlung , Ortsgemeinde
Luther setzt hier an den verschiedenen Stellen seiner Bibelübersetzung nicht Kirche ein sondern:
Gemeinde
Christenheit
Christliche Versammlung
Apg, 7,38 Mose auf den Berg in Sinai stand und der Engel zu ihn redet zwischen der Gemeinde
Luther übersetzt hier Gemeinde
Apg 19.32
Versammlung der Bürger in Ephesus wo das Volk dann rief
„Groß ist die Diana der Epheser“
Luther übersetzt hier Versammlung der Bürger
Die selbe Wortwahl wird im Vers 39 und 40 ebenfalls verwandt
Apg 8, 1
Nach den Tod des Stephanus geschieht die erste Cerfolgung der Gemeinde in Jerusalem an der Saulus gefallen hat.
Gemeindeversammlung
1.Kor 11.18 Paulus spricht hier von den Abendmahl in Korinth
Gemeinde als der an einen Ort lebenden Christen
Hausgemeinde
Phil 4, 15
Paulus hatte mit keiner Gemeinde Gemeinschaft bei Beginn der Predigt des Evangeliums
Es zeigt sich, das unter Paulus es sich hier zu einen Wortwandeln innerhalb der Gemeinde gekommen ist, der den heutigen Inhalt des Wortes Ekkelesia wie wir es kennen als der Gemeinde an eine Ort an Bedeutung hat.
Zu beachten wäre aber hier in diesen Zusammenhang, das die erweckte Christenheit an einen Ort damit gemeint ist und nicht eine bestimmte Gruppierung/Partei.

3.Episnagone lat. Congregation

die Versammlung der Gemeinde, die eigener Versammlung verlassen
Hebr. 10, 25
„indem wir unser Zusammenkommen nicht versäumen, wie es bei einigen Sitte ist, sondern einander ermuntern und das um so mehr, je mehr ihr den Tag heran nahem seht“ Elberfeld
Glaubensgemeinschaft verlassen, versäumen, in Stich lassen
die Handlung des sich Versammelns 2. Thes. 2 .1
Die Schrift verwendet die verschiedenen Worte für die gleiche Gemeinde
Herausgebildet hat sich dann im neuen Testament , auch durch die Briefe des Paulus das Wort für die Ortsgemeinde/ Ekklesia
Beim Lesen des Contextes der Bibelstellen habe ich einen interessanten Aspekt gesehen.
Auch in unserer heutigen Zeit ist es wie damals bei den verschiedenen Gemeinde, wo es ein Stillstand im Glauben eingetreten ist.

Diese Situation ist weiter verbreitet, als manches es annehmen. Es wird zur Problemlösung bei diesen Gemeinden kaum mit einer Antwort aus der Schrift gesucht, um ein objektives Bild von sich selbst zu machen (Zustand der Gemeinde) und einer Lösung zu machen.
Problemfelder:
- Parteienbildung innerhalb der Gemeinde
Generationskonflikt
Erkenntnistillstand
Die Ermahnung um der Gemeinde will können wir schon im neuen Testament finden bei Paulus 1, Thes. 2, 3
Es zeigt uns aber auch die Zerrissenheit damals bereits in der Urgemeinde auf und lässt uns für unsere heutige Zeit die Schwierigkeiten erahnen.
Der Bruder Plötner Lehrer der Bibelschule Falkenberg hat damals in den achtziger Jahren folgende Geschichte dazu erzählt:
Ein Mönch hat im 11. Jh gesagt:
Ein Glaubensorden muss sich in der dritten Generation erneuern oder er wird in einer geistlichen Erstarrung verfallen.
Br.Plötner sagte dann: Der Gnadauer Gemeinschaftsverband ist in der 5. Generation.
Was ist den nun die Gemeinde?
Gemeinde besteht aus einen Leib, dessen Haupt Christus,
der Sohn Gottes ist.
Eph, 2, 16 „und die beiden versöhne mit Gott in einem Leib durch das Kreuz, in dem er die Feindschaft tötet durch sich selbst“
Ein Leib, aber viele Glieder
Eine Gemeinde, aber viele Glieder die sich darin einbringen, ein jeder nach seinen Gaben und Aufgaben von Gott her
Ich denke der Aufgaben und Gaben sind genug vorhanden.
Hier stellt sich die Frage an uns, sind wir bereit uns einzubringen?
Nicht nur Konsument/Nehmer der Sache zu sein, sondern auch Träger in der Gemeinde/Glaubensgemeisnchaft .
Wer gehört zur Gemeinde?
Wer gehört zum Leibe Christi?
1.Kor. 12, 12+ 13 lesen
2.Die Taufe ist der Grundstein im Bezug auf die Bildung der Gemeinde und damit des Leibes
Die Menschen, die sich bewusst im Glauben an Gott in ihren Leben orientieren, gehören zum Leib. Die Menschen, die von ihren verkehrten Weg umgekehrt sind,zum Glauben gehören dazu.
Sie lassen sich in keine Gruppe, Kirche, Bund einordnen
Manfred Siebald singt in einen Lied über de Himmel
„Manche sehe, die wir nicht gedacht, manche suchen und nicht finden..
Seit den Ereignis von Pfingsten (Apg) sind alle Gläubiger mit den hlg. Geist versiegelt und brauchen keine Handauflegung mehr Eph 1, 13
Alle wahrhaft Gläubigen gehören mit ihren gelebten Glauben durch die Ausgiessung des hlg. Geistes zu Pfingsten zu den Leib.

Warum finden sich also Christen in der Gemeinde zusammen?

Die Antwort finden wir in Apg 2,42 Bekehrung der dreitausend und erste Gemeinde
Der Ausdruck „Leib“ wird für alle Gläubigen angewandt, ganz gleich wo sie sich auf der Erde befinden.
1.Kor.12, 27 „Ihr seid aber der Leib Christi und ein jeder von euch ist ein Glied“
Römer 12, 5 „ So sind wir viele ein Leib in Christus, aber untereinander ist einer des anderen Glied“
Im Klartext heißt das, dass die Verbindung der Gläubigen untereinander besteht und es im Glauben auch keine höheren Heilsstufen vorhanden sind
Gerade Paulus ist es, der uns dies sehr deutlich macht.
Die Einheit des Leibes besteht also, sie ist durch den hlg. Geist geschaffen und ist das Ergebnis des am Kreuz auf Golgatha vollbrachten Werkes Jesu Christi
Es ist nicht unsere Aufgabe die Einehit herzustellen, sondern die Einheit zu bewahren.
Eph 4.3 „ und seit bedacht, zu wahren die Einheit im Geist durch den Band des Friedens“

Einigkeit der Gemeinde

Bei diesem Wort kommt man eigentlich an bestimmten Themen unserer heutigen Zeit nicht vorbei:
Ökumene
Die Einheit mit dem der irgendwo Jesus stehen hat, so der Gedanke der Sechziger Jahre. Heute wird das Wort Ökumene mit der Sache gleichgesetzt, wer irgendwo an irgendeinen Gott glaubt.
Pluralismus
Einheit um jeden Preis in der Kirche, auf das es genügend Mitglieder gibt, ganz gleich ob es Feminismus, Homosexuelle
Säkilarisierung
auch Verweltlichung
Es ist ein verwischen aller Grenzen zu einer
Einheitsmeinung
Einheitsdenken
Einheitsglauben
Kurz gesagt, ist es der Angriff des Teufels auf die Gemeinde Gottes mit den christlichen Vokabeln
Das sind ein Teil der Gefahren des Leibs der Gemeinde.
Ich denke der Leib (Einheit zwischen Haupt und Gliedern) ist ein lebendiger Organismus, keine Organisation mit festen Strukturen, der man nach belieben angehört, weil man ein Anhänger dessen ist und für gewisse Punkte mit eintritt wie zum Beispiel bei einer Partei
Jeder Erlöste, der sich unter das Kreuz Jesu stellt, ist Glied dieses Leibes,
- weil es ihn ein Bedürfnis ist.
- weil es mit unseren Glauben an Gott zu tun hat/Gemeinschaft
- weil er dadurch den Jesus danken kann für das, was er an uns getan hat.
Im Leib sein heißt für die Glieder, das öffentliche Bekenntnis dazu abzugeben, das man zur Gemeinde Gottes gehört.
Ich denke hier nur an unseren Anfang zurück, wo viele Jugendliche dieses Bekenntnis zur Zeiten der DDR nicht taten, um eines vermeitlichen Vorteils willen

Wie funktioniert der Leib / Gemeinde ?
Eph 4,15+16
„Lasst uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu den Hin, der das Haupt ist, Christus, von dem aus der ganze Leib zusammengefügt ist und ein Glied am anderen hängt durch …“
Kol 2,19
„ und hält sich nicht an das Haupt, von dem her der ganze Leib durch die Gelenke und Bänder gestützt und zusammengehalten wird und wächst durch Gottes Wort.“
Haupt der Gemeinde ist Jesus Christus, der Auferstandene
Ein Körper ohne Haupt kann nicht existieren.
Erst das Haupt gibt den Körper/Leib ein Ziel und Richtung
Der Leib, die Gemeinde hat alles Christus zu verdanken
a) Wachstum de Gemeinde
b) Zusammenfügen
c) Verbinden, Gedeihen Dienen
Jeder Teil/Glied der Gemeinde hat seine Aufgabe zu erfüllen
„Eine Kette ist so stark, wie ihr stärkstes Glied“
Alles kommt vom Haupt , aber zu den Zweck, das der Leib auf Erden richtig funktioniert, will sich der Herr der Glieder seines Leibes bedienen.
nach ihren Gaben zu den verschiedensten Aufgaben
Röm12,1 Zeugendienst 1. Kor12 Liebe Eph 4 Wandel Dienst
Dienst am Herrn oft unbequem
3 Gefahren bedrohen die Gemeinde
a) Aufgabe des Herrn nicht erfüllen, nicht erkennen, der schläft ein.
Man ist gleichgültig gegenüber der Gemeinde und unfähig seinen Gaben und Aufgaben zu entdecken.
b) Eifersucht
Der eigene geleistete Dienst ist zu unbedeutend, unauffällig
Möchte einen bedeutenden Dienst haben, oben an sitzen
c)Aufgaben so wahr nehmen, das ich von ober auf die anderen Gliedes der Gemeind eherabblicke 1.Kor 12,21-23
d)meine Aufgabe ist die wichtigste/Mahnung von 1,Kor 4,7 vergessen
„ Was aber hast du, was du nicht empfangen hast , was rühmst du dich, als hättest du es nicht empfangen“
Es sind alles nur Hinweise darauf, das es kein konzentrierte Suche mehr gibt in seiner Bibel/Glauben.
Wir sollen uns konzentrieren auf das, was Jesus sagt:
„Das ist ein Leib“ im Bezug auf die Versammlung.
Der Glaube zweifelt nicht daran, sondern umfasst in diesen einen Organismus alle Erlösten/ Wiedergeborenen des Herrn aus allen Ländern, aus allen Schichten aus allen menschlichen Verbindungen, die oft das wahre Wesen aller Erlösten verhüllen.
Ganz gleich ob arme,reiche weiße , schwarze Menschen.
Ich habe während der Vorbereitung zu dieser Stunde eine Beobachtung gemacht,
Im 1.Kor-Brief Kap. 12 ist von Leib und Gliedern die Rede
Kap 14 vom praktischen Leben des Leibes
und von den Gaben in der Gemeinde
dazwischen liegt Kap. 13 spricht Paulus über die Liebe
Ohne Liebe kann nichts geschehen
Es ist die Liebe vom Herrn, die alles durchdringt.
Eine Liebe getragen vom Fundament der Bibel
Wir sollen diese Liebe weitergeben, wie wir sie selbst empfangen haben, auf den Fundament der Bibel im Glauben
Wer gehört zur Gemeinde?
Die wiedergeborenen Christen, die sich offen dazu bekennen.
Wie funktioniert Gemeinde?
Indem sich alle Glieder einbringen in hinblick auf das Haupt, Welches Christus ist und unseren Auftrag, den wir von ihn empfangen haben
„Gehet hin in alle Welt und macht alle Nationen zu Jüngern, taufet sie auf den Namen des Vaters, des Sohnens und des hlg.Geistes,
Gemeinde besteht weiter aus den
- Gottesdiensten
- Gebetsgemeinschaften
- Zusammenkünfte in den Erbauungsstunden/ Bibelstunden

Warum verlassen Menschen dann unsere Versammlungen?
Weil sie ihren alten Adam noch nicht richtig ersäuft haben, wie Luther es im Bezug der Bekehrung/Umkehr gesagt haben soll.
„Das Luder kann gut schwimmen“
In einen altlutherischen Glaubensbuch habe ich in einen Satz im Bezug auf das Verlassen von Gemeinde bzw Nichtbesuch der Gottesdienste gefunden.
„Ob man die Christliche Kirche überhaupt und die gottesdienstlichen Versammlungen versteht, macht kein wesentlichen Unterschied, weil das Ausscheiden aus den letzteren zum ausscheiden aus dem Ersten führt.“
Im Klartext heißt das:
„ wer die Gottesdienst, die Versammlungen der Gemeinde und die Stunden der Gemeinschaft nicht mehr besucht und teilnimmt, verlässt die Gemeinschaft der Kinder Gottes“

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